2007/05/04 (11:17) from 84.173.184.34' of 84.173.184.34' Article Number : 494
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Albatros


Albatros
Komposition: Ulrich Swillms / Text: Norbert Kaiser


Es gibt einen Vogel,
den haben Matrosen zum Herrscher gekrnt;
er fliegt um die Erde
vom Sdpol nach Norden. Kein Ziel ist zu weit:
Der Albatros kennt keine Grenzen.

Er segelt mit Wrde,
durchwandert die Lfte, als wr' er ein Gott;
er folgt ihren Schiffen
auf Hochsee, durch Klippen,
berauschend sein Flug:
Er sucht ihren Weg durch die See.

Und krachen die Strme mit rauher Gewalt
auf den Ozeanen so unendlich weit,
dann fliegt er mit Feuer und steigt ungeheuer
zur Freiheit der Meere.

Doch wenn er gefangen in armdicken Schlingen
mit Tcke und List, dann brechen die Schwingen;
es trauert das Meer, das den Herrscher vermit:
Gefangen sein heit fr ihn tot.

Die Sklaven der Erde, verhhnt und geschunden,
sie teilten sein Los, wenn er lag gefesselt,
verblutend am Ufer, gebrochen sein Flug:
Der Albatros war ihr Symbol.

Doch ruft ihn die Weite, die endlose Macht,
dann strmt er ins Freie mit maloser Kraft;
er schwingt seine Flgel, sprengt Schlsser und Riegel
der Fesseln und Ketten.

Und trmen sich Wnde und greifen ihn Zwingen
aus Wolken wie Blei; und schlagen ihn Blitze,
er kmpft mit den Schwingen das Hindernis frei.
Er findet den Weg auch im Orkan.

Und krachen die Strme mit rauher Gewalt
auf den Ozeanen so unendlich weit,
dann fliegt er mit Feuer und steigt ungeheuer
zur Freiheit der Meere.


http://www.jede-stunde.de/karat/texte/02.htm


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